Alexa! Wohnzimmer! Licht an!
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Alexa! Wohnzimmer! Licht an!

Lichtsteuerung und die gesamte Haussteuerung ist ein höchst aktuelles Thema. Endlich kann man die Fernbedienungen abschaffen. Nur stellt man irgendwann fest, dass sich jede Fernbedienung in eine einzelne App mit höchst unterschiedlicher Bedienung verwandelt hat, weil die Systemintegratoren wie Apple HomeKit, Conrad connect, Telekom mangels einheitlicher Standards eben nur manches abdecken. Auch ist es für den wahren Coach-Potato lästig, jedesmal aufstehen zu müssen und das Handy zu suchen, um das Licht zu schalten. So gesehen ist das Handy halt auch nichts anderes wie eine Universal-Fernbedienung.

Lichtsteuerung mit Amazon Alexa

Trotz seiner erdrückenden Größe haben die Leute von Amazon auch gute Ideen. Eine davon ist Alexa. Die macht das, was Apples Siri auch macht. Nämlich gesprochene Befehle verstehen und ausführen. „Alexa Wohnzimmer Licht an“ und es geht das Licht im Wohnzimmer an.

Apples Siri ist in seinen Möglichkeiten einfach beschränkt. as liegt daran, dass Apple für HomeKit enorm stramme Zulassungsbedingungen vorschreibt.

Alexa arbeitet dagegen mit kleinen Software-Schnipseln, sogenannten Skills. Jeder der programmieren kann, kann einen Skill erstellen. Im Bereich Smart home gibt es schon über 60 Skills, mit denen man alle wichtigen Smarthome-Steuerungen von Licht bis Heizung  steuern kann. Philips Hue und Osram lightify sind ebenso dabei wie Hager mit einem KNX-Skill. Mit den Skills ist Alexa unendlich kompatibel und zukunftssicher. Nur die Applewelt bleibt verschlossen.

Alexa benötigt einen Amazon Echo oder Echo-Dot Lautsprecher. Mit  7 integrierten Mikrofonen hört Alexa auf alle möglichen Befehle, auch wenn Musik läuft oder viele Leute im Raum sind und reden. Man muss nur hochdeutsch reden. Schwäbisch geht nicht (wir Württemberger können alles ausser hochdeutsch 🙂 ).

Hohe Userakzeptanz durch einfache Bedienung

Entscheidend ist die Akzeptanz durch den Nutzer. Viele tolle Lichtsteuerungen haben unendlich viele Steuerungsmöglichkeiten, aber meistens wird das Licht halt an und ausgeschaltet, vielleicht noch gedimmt. Das einfache ist für Alexa kein Problem. Komplexere Lichtsteuerungsbefehle gehen nur, wenn die jeweilig genutzte Lichtsteuerung einen entsprechenden Skill bereitstellt.  Interessant ist, dass Integratoren wie Conrad Connect es erlauben, Regeln aufzustellen, mit deren Hilfe auch komplexe Steuerungen zu realisieren sind. Diese kann man dann mit einem entsprechenden Skill auswählen. Für die Akzeptanz sind auch die anderen Befehle/Skills von Alexa wichtig. Alexa – das Wetter oder Alexa spiel Musik von Chopin – damit hat der User Erfolgserlebnisse.

 

Wir haben die Lichtsteuerung in 2 Räumen mit Alexa programmiert. Nach 2 Tagen bedient da keiner mehr einen Lichtschalter oder eine App. Auf Zuruf das Licht steuern lassen ist schon sehr bequem. Die Fernfeld-Sprachsteuerung klappt perfekt, auch wenn Musik läuft.

Philips Hue und Osram Lightify mit Alexa

Aber es herrscht zumindest ansatzweise auch bei den Befehlen für Alexa eine babylonische Sprachverwirrung:

Philips HUE:  „Alexa, schalte das Schlafzimmer an“
Osram Lighitfy: „Alexa schalte das Schlafzimmer ein“
Hager IoT (KNX-Skill) „Alexa, schalte Schlafzimmer Licht ein“

Wir haben hier eine Mischung von Philips HUE und Osram Lightify. Da würden wir uns mit den Befehlen echt schwer tun. Da kommt Alexa ins Spiel: Alexa hat eine Grundintelligenz: Es reicht, wenn man sagt „Alexa Wohnzimmer Licht an“ und alles Licht im Wohnzimmer geht an.

Ein Unterschied ist uns aufgefallen: Die Hue-Leuchtmitttel reagieren gleichzeitig, die Leuchten, die wir über Lightify-Funksteckdosen steuern, schalten nacheinander mit etwa 5 sec Abstand. Da muss bei Lightify noch etwas Feintuning passieren.

Datenschutz

Alexa wird durch das Codewort „Alexa“ aktiviert. Der danach gesprochene Text wird an Amazon übermittelt und die Antwort an den Echo zurückgegeben. Gleichzeitig wird der Text in der App gespeichert. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn man einen Befehl vergessen hat oder wenn Alexa den Befehl verstanden hat. Alexa hat einen Stummschalteknopf. Wird dieser betätigt, sind die Mikrofone abgeschaltet. Bei Apples Siri wird auch alles an Apple gesendet. Das geht technisch nicht anders. Man kann unserer Ansicht damit leben.

Kosten von Alexa

Alexa ist preiswert zu haben. Es genügt ein Echo dot-Lautsprecher für knapp 60 €. Der große Echo-Lautsprecher für knapp 180 € macht nichts anderes als einen deutlich besseren Sound. Es lohnt sich, Alexa auszuprobieren.

Link zu Amazon Echo-Dot 

Link zu Amazon Echo

Philips Hue und Alexa

Alexa Befehlsübersicht

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Seit 2008 publizieren wir zum Thema Licht und Beleuchtung.

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