Neuer Name der OSRAM Lampensparte: LEDVANCE
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Neuer Name der OSRAM Lampensparte: LEDVANCE

Die Abtrennung der Lampensparte wird bei OSRAM weiter umgesetzt. Nachdem der Aufsichtsrat der OSRAM Licht AG im Juni 2015 der Verselbständigung der Sparte zugestimmt hatte, steht nun auch der Name des neuen Unternehmens fest. „Wir haben uns für eine Kombination aus den Begriffen LED und Advance entschieden und werden die neu formierte Firma LEDVANCE nennen“, sagte Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender der OSRAM Licht AG. „Der Name spiegelt sowohl den LED-Trend im Lichtmarkt als auch die daraus resultierenden Chancen wider. Und diese Chancen wird LEDVANCE aktiv nutzen.“
LEDVANCE soll ab Juli rechtlich selbstständig sein. Potentielle Käufer aus China haben bereits Interesse gezeigt.  Die Lampensparte hat derzeit einen Anteil von etwa einem Drittel am Konzernumsatz, ca 2 Milliarden €. Stagniert aber und hat im vergangenen Jahr wegen dem Personalabbau Verluste eingefahren. OSRAM selbst will zukünftig die rentablen Sparten LED-Chips und Autolicht forcieren.

LEDVANCE vereint traditionelle Leuchtmittel, moderne LED-Lampen, standardisierte Over-the-Counter (OTC)-Leuchten sowie intelligente und vernetzte Lichtlösungen im Smart Home und Smart Building Bereich unter seinem Dach.

Vorsitzender der Geschäftsführung von LEDVANCE wird der 47-jährige Däne Jes Munk Hansen (siehe Bild), der das Lampengeschäft bereits seit einem Jahr leitet und zuvor das wichtige Amerika-Geschäft für Osram verantwortet hatte. Ihm zur Seite stehen Oliver Neubrand (45) als kaufmännischer Geschäftsführer, Erol Kirilmaz (43) als oberster Vertriebs- und Marketingchef, Peter Mannhart (56) als Manager des operativen Geschäfts und Bettina Kahr-Geleng (45), die den Personalbereich leitet.

„Gemeinsam mit diesem international erfahrenen und hoch motivierten Managementteam freue ich mich darauf, LEDVANCE im Zusammenspiel mit unseren mehr als 10.000 kompetenten und engagierten Mitarbeitern in eine nachhaltig erfolgreiche Zukunft zu führen“, sagte Hansen. „Gute Wachstumschancen sehe ich vor allem bei standardisierten OTC-Leuchten.“

LEDVANCE ist bereits heute sehr gut positioniert. Das Unternehmen verfügt über einen international schlagkräftigen Vertrieb, eine umfassende Expertise in der Lichtindustrie sowie im Volumengeschäft und kann auf Produktebene die Marken OSRAM und SYLVANIA auch zukünftig nutzen. Als eigenständiges Unternehmen mit schlankeren Strukturen und größerer Gestaltungsfreiheit kann LEDVANCE zudem deutlich schneller auf veränderte Marktbedingungen und individuelle Kundenanforderungen reagieren. „Dabei folgen wir dem Leitgedanken einer konsequent kundenorientierten Organisation“, sagte Hansen.

Der Zeitplan für die formale Ausgliederung von LEDVANCE steht trotz Kritik von großen Aktionären wie Siemens oder Union Investment unverändert: Zum 1. April 2016 soll die organisatorische Trennung vom Lampengeschäft vollzogen sein, für den 1. Juli 2016 ist die rechtliche Verselbständigung vorgesehen. In Augsburg, Berlin, Eichstätt sind in der Lampensparte noch 2.500 Menschen beschäftigt. Im Ausland 7.500.

Auch Philips fährt eine vergleichbare Strategie: Philips hat bereits letztes Jahr die Bereiche Autoscheinwerfer und LEDS verkauft und wartet noch auf die Zustimmung der US-Behörden. Auch das gesamte Leuchtmittelgeschäft (ca 7,5 Milliarden € Umsatz) steht zum Verkauf, an Investoren oder über die Börse.

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